Diagnostik
Eine sorgfältige Diagnostik bildet die Grundlage jeder individuellen Behandlung. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird der Mensch in seiner Gesamtheit betrachtet. Dabei geht es darum, körperliche Zusammenhänge zu erkennen und individuelle Muster wahrzunehmen.
Ein wichtiger Bestandteil der TCM-Diagnostik ist die Zungen- und Pulsdiagnose. Form, Farbe, Belag und weitere Merkmale der Zunge können Hinweise auf den aktuellen Zustand des Körpers geben. Ergänzend werden die unterschiedlichen Qualitäten des Pulses ertastet, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten.
Ebenso zentral ist das persönliche Anamnesegespräch. Ihre Beschwerden, Ihre Lebenssituation, bisherige Erkrankungen, Gewohnheiten und individuellen Bedürfnisse werden ausführlich besprochen. Auch Beobachtungen aus den Bereichen Hören und Riechen können in die diagnostische Betrachtung einfliessen.
Mein Anspruch ist es, nicht nur einzelne Symptome zu betrachten, sondern Zusammenhänge und Ursache zu erkennen und die Behandlung individuell auf Sie abzustimmen.

BEHANDLUNGSMETHODEN:
Akupunktur
Die Akupunktur ist eine der bekanntesten Behandlungsmethoden der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Im Mittelpunkt steht die individuelle Betrachtung des Menschen und seiner körperlichen Zusammenhänge.
Je nach Beschwerden und Befund kommen unterschiedliche Formen der Akupunktur zum Einsatz. Die Behandlung kann dabei gezielt auf bestimmte Körperregionen, Funktionskreise oder Beschwerden ausgerichtet werden.
Körperakupunktur
Nach der Vorstellung der TCM fliesst die Lebensenergie Qi durch ein Netzwerk von Energiebahnen, den sogenannten Meridianen. Diese stehen in Verbindung mit den verschiedenen Bereichen und Funktionen des Körpers.
Bei der Körperakupunktur werden ausgewählte Akupunkturpunkte mit feinen Nadeln stimuliert. Ziel ist es, die energetische Balance zu unterstützen, den Qi-Fluss zu harmonisieren und die körpereigenen Regulationsprozesse anzuregen.
Dabei werden ausschliesslich sterile Einwegnadeln verwendet.
Laserakupunktur
Die Laserakupunktur ist eine nadelfreie und schmerzfreie Alternative zur klassischen Akupunktur. Dabei werden ausgewählte Akupunkturpunkte oder Areale gezielt mit sanftem Laserlicht stimuliert.
Sie eignet sich besonders für Menschen, die keine Nadeln wünschen oder empfindlich darauf reagieren. Auch bei Kindern und Tieren kann diese Form der Akupunktur eingesetzt werden.
Elektroakupunktur
Die Elektroakupunktur verbindet die klassische Akupunktur mit sanften elektrischen Impulsen. Dazu werden die gesetzten Akupunkturnadeln über feine Elektroden miteinander verbunden.
Die individuell eingestellten Impulse werden häufig als leichtes Kribbeln, Pulsieren oder Klopfen wahrgenommen. Diese Methode eignet sich insbesondere als ergänzende Behandlung bei akuten und chronischen Schmerzzuständen sowie bei muskulären Beschwerden.
Ohrakupunktur
In der TCM nimmt die Ohrmuschel eine besondere Stellung ein. Über verschiedene Reflexzonen und Akupunkturpunkte lassen sich unterschiedliche Bereiche und Funktionen des Körpers therapeutisch ansprechen.
Die Ohrakupunktur kann ergänzend zur Körperakupunktur eingesetzt werden oder als eigenständige Behandlung erfolgen. Je nach Zielsetzung können neben klassischen Nadeln auch kleine Dauernadeln verwendet werden, die über mehrere Tage im Ohr verbleiben.
Schädelakupunktur nach Yamamoto (YNSA)
Die Yamamoto New Scalp Acupuncture (YNSA) ist eine spezielle Form der Schädelakupunktur, die von Dr. Toshikatsu Yamamoto entwickelt wurde.
Bei dieser Methode werden bestimmte Punkte und Areale am Schädel stimuliert, die nach dem YNSA-System funktionellen Bereichen des Körpers zugeordnet werden.
YNSA wird insbesondere bei Schmerzsymptomatiken und funktionellen Beschwerden eingesetzt und kann eine wertvolle Ergänzung zu anderen Akupunkturmethoden darstellen. Ein besonderer Vorteil dieser Methode ist, dass die Behandlung häufig sehr gezielt und mit wenigen Nadeln durchgeführt werden kann.
Akupunktur nach Master Tung
Die Akupunktur nach Master Tung unterscheidet sich in ihrer Herangehensweise von der klassischen Körperakupunktur. Sie arbeitet unter anderem mit besonderen Punktkombinationen und dem Prinzip der Spiegelung und Abbildung von Körperregionen.
Charakteristisch ist die Verwendung von vergleichsweise wenigen Nadeln, die gezielt ausgewählt und eingesetzt werden. Dadurch eignet sich diese Methode besonders für eine präzise und individuell abgestimmte Behandlung.

TuiNa / AnMo
Traditionelle chinesische Massage für Körper und Energiefluss
Tuina (AnMo) ist eine traditionelle chinesische manuelle Behandlungsmethode und ein wichtiger Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin. Mit gezielten Griffen, Drucktechniken, Dehnungen und Mobilisationen wird der Körper umfassend behandelt.
Dabei werden unter anderem Muskeln, Sehnen, Gelenke und das Bindegewebe angesprochen. Die Behandlung kann dazu beitragen, Verspannungen zu lösen, die Beweglichkeit zu fördern und die körpereigenen Regulationsprozesse zu unterstützen.
Aus Sicht der TCM steht zudem der harmonische Fluss des Qi entlang der Meridiane im Mittelpunkt. Durch die gezielte Behandlung bestimmter Körperbereiche und Meridianpunkte können bestehende Spannungen und energetische Ungleichgewichte regulierend beeinflusst werden.
Tuina kann sowohl gezielt bei bestimmten Beschwerden als auch zur allgemeinen Unterstützung von Regeneration, Beweglichkeit und Wohlbefinden eingesetzt werden.
Individuell und gezielt
Jede Behandlung wird auf Ihre persönliche Situation und die vorausgegangene Diagnostik abgestimmt. Je nach Bedarf kann Tuina mit anderen Methoden der TCM, insbesondere der Akupunktur, kombiniert werden.
Eine achtsame Berührung, gezielte Bewegung und das Verständnis für die Zusammenhänge des Körpers bilden die Grundlage dieser besonderen Behandlungsmethode.

Moxibustion
Wohltuende Wärme für Körper und Energiefluss
Die Moxibustion, auch kurz „Moxa“ genannt, ist eine traditionelle Wärmetherapie der Chinesischen Medizin. Dabei werden ausgewählte Akupunkturpunkte und Körperbereiche mit der angenehmen, tief wirkenden Wärme von getrocknetem Beifuss (Artemisia vulgaris) behandelt.
Für die Anwendung wird der Beifuss zu einer Moxazigarre oder einem Moxakegel verarbeitet und kontrolliert erwärmt. Die Wärme wird gezielt über bestimmten Akupunkturpunkten oder Körperregionen eingesetzt und kann dabei als besonders wohltuend und entspannend empfunden werden.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Moxibustion insbesondere eingesetzt, um Wärme und Energie zuzuführen, den Qi-Fluss zu unterstützen und das körperliche Gleichgewicht zu harmonisieren.
Die Behandlung lässt sich individuell an Ihre Bedürfnisse anpassen und kann sowohl eigenständig als auch in Kombination mit Akupunktur und anderen TCM-Methoden angewendet werden.
Eine sanfte, wärmende Behandlung, die Körper und Geist zur Ruhe kommen lässt und die natürlichen Regulationsprozesse des Körpers unterstützt.

Schröpfen / GuaSha
Traditionelle manuelle Reize für Gewebe und Muskulatur
Schröpfen und Gua Sha sind traditionelle Behandlungsmethoden der Chinesischen Medizin, bei denen gezielt Reize auf Haut, Bindegewebe und Muskulatur gesetzt werden. Beide Methoden können insbesondere dann eingesetzt werden, wenn sich Spannungen, Verhärtungen oder Bewegungseinschränkungen im Gewebe zeigen.
Schröpfen
Beim Schröpfen werden spezielle Schröpfgläser auf ausgewählte Körperbereiche aufgesetzt. Durch einen Unterdruck entsteht eine intensive, aber kontrollierte Stimulation des Gewebes.
Die Behandlung wird häufig als angenehm lockernd und entspannend empfunden. Je nach Intensität und individueller Reaktion können nach dem Schröpfen deutlich sichtbare Hautverfärbungen entstehen. Diese sogenannten Schröpfmale sind eine typische Begleiterscheinung der Behandlung und klingen in der Regel innerhalb einiger Tage von selbst wieder ab.
Gua Sha
Bei Gua Sha wird die Haut mit einem speziell geformten Schaber – häufig aus Jade oder einem anderen geeigneten Material – gezielt ausgestrichen bzw. geschabt.
Durch die wiederholten Bewegungen wird das behandelte Gewebe intensiv stimuliert. Gua Sha kann insbesondere bei muskulären Verspannungen und Spannungsgefühlen eingesetzt werden und lässt sich individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse abstimmen.
Wann können Schröpfen und Gua Sha sinnvoll sein?
Beide Methoden können unter anderem begleitend eingesetzt werden bei:
- muskulären Verspannungen und Verhärtungen
- Spannungs- und Schmerzempfindungen
- eingeschränkter Beweglichkeit
- zur Unterstützung der Regeneration
- ausgewählten Beschwerden im Rahmen einer ganzheitlichen TCM-Behandlung
Welche Methode geeignet ist, wird individuell anhand Ihrer Beschwerden und der vorhergehenden Diagnostik entschieden.
Schröpfen und Gua Sha verbinden traditionelle Behandlungstechniken mit einer gezielten manuellen Stimulation des Körpers – individuell abgestimmt auf Ihre persönliche Situation.
Information zum Schröpfen & GuaSha (pdf)
Vitalpile (Mykotherapie)
Vitalpilze – natürliche Begleitung für Körper und Wohlbefinden
Mykotherapie als wertvolle Ergänzung zur TCM
Vitalpilze werden seit Jahrhunderten in verschiedenen traditionellen Heilsystemen eingesetzt. Heute gewinnt die Mykotherapie zunehmend an Bedeutung und bietet eine interessante Möglichkeit, den Körper in unterschiedlichen Lebensphasen und Belastungssituationen zu begleiten.
Als diplomierte Mykotherapeutin berate ich Sie individuell und abgestimmt auf Ihre persönliche Situation. Dabei können Vitalpilze eine wertvolle Ergänzung zu einer Behandlung mit Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) darstellen.
Sie bieten die Möglichkeit, die Behandlung über den Praxisbesuch hinaus weiterzuführen und den Körper im Alltag kontinuierlich zu unterstützen. Als persönliche Unterstützung für zu Hause und für Ihre tägliche Balance und Regulation.
Unterstützung in besonderen Lebenssituationen
Unser Körper ist täglich vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Anhaltender Stress, hohe berufliche Anforderungen, Erschöpfung oder intensive körperliche Belastung (wie z.B bei Leistungssportlerinnen und Leistungssportlern) können die natürlichen Regulationsprozesse des Körpers fordern.
Eine Besonderheit der Vitalpilze ist die positive Begleitung bei einer Krebsbehandlung.
Für die Mykotherapie verwende ich die hochwertigen Vitalpilze von Mykoplan, einem Schweizer Unternehmen, dessen Produkte in der Schweiz entwickelt werden. Bei der Auswahl und Kombination der Pilze stehen Ihre individuellen Bedürfnisse und das jeweilige Beschwerdebild im Vordergrund.
In Verbindung mit meiner TCM-Diagnostik entsteht eine ganzheitliche Grundlage, auf der ich die Auswahl der Vitalpilze gezielt auf Ihre persönliche Situation abstimmen kann.
Natürliche Begleitung. Individuell ausgewählt. Ganzheitlich gedacht.
Tapen
Gezielte Unterstützung für Bewegung und Regeneration
Taping ist eine wirkungsvolle Ergänzung zur TCM-Therapie. Durch das gezielte Anbringen elastischer Tapes können Muskeln, Gelenke und Gewebe im Alltag und bei der Bewegung unterstützt werden.
Je nach Beschwerdebild und individuellem Befund setze ich Taping ergänzend zur Akupunktur, Tuina oder anderen TCM-Methoden ein. So kann die therapeutische Behandlung über die Praxis hinaus im Alltag weiterwirken.
Eine einfache, sanfte Unterstützung – individuell auf Sie und Ihren Körper abgestimmt.
Matrix-Rhythmus-Therapie
Die Muskulatur in ihrer natürlichen Bewegung unterstützen
Die Matrix-Rhythmus-Therapie nach Dr. Randoll ist eine moderne Behandlungsmethode, die sich auf die natürliche Schwingungs- und Bewegungsfähigkeit der Muskulatur und des umliegenden Gewebes konzentriert.
Jede Zelle unseres Körpers befindet sich in einem komplexen Umfeld aus Flüssigkeit, Bindegewebe und extrazellulärer Matrix. Dieses System spielt eine wichtige Rolle für den Austausch und die Versorgung des Gewebes.
Die Matrix-Rhythmus-Therapie arbeitet mit mechanischen, rhythmischen Schwingungen, die gezielt auf Muskulatur und Gewebe übertragen werden. Dadurch werden verspannte und verhärtete Bereiche stimuliert und die natürliche Beweglichkeit des Gewebes kann unterstützt werden.
Wann kann die Behandlung sinnvoll sein?
Die Matrix-Rhythmus-Therapie kann insbesondere bei muskulären Verspannungen, Verhärtungen, Bewegungseinschränkungen und Wundheilungsstörungen eingesetzt werden. Sie eignet sich zudem als ergänzende Behandlung im Rahmen der Regeneration und kann mit weiteren therapeutischen Methoden kombiniert werden.
Faszientherapie, FDM – Faszien Distortions Modell
Spannungen erkennen. Beweglichkeit fördern. Zusammenhänge verstehen.
Die Faszientherapie richtet den Blick auf das Bindegewebsnetz, das unseren gesamten Körper durchzieht und Muskeln, Organe, Gelenke und andere Strukturen miteinander verbindet. Faszien können auf Belastungen, Fehlhaltungen, Verletzungen und wiederkehrende Bewegungsmuster reagieren und dabei an Elastizität und Beweglichkeit verlieren.
Das Fasziendistorsionsmodell (FDM) nach Stephen Typaldos verfolgt einen gezielten, beschwerdeorientierten Ansatz. Dabei werden die Art und Lokalisation der Beschwerden sowie die Körpersprache und Bewegungsmuster des Patienten in die Befundung einbezogen. Auf dieser Grundlage werden bestimmte fasziale Strukturen gezielt manuell behandelt.
Die Behandlung kann insbesondere bei muskulären Spannungen, Bewegungseinschränkungen und Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt werden. Ziel ist es, die Beweglichkeit des Gewebes zu unterstützen und dem Körper neue Bewegungs- und Wahrnehmungsmöglichkeiten zu geben.
Faszientherapie und TCM – eine wirkungsvolle Kombination
Besonders wertvoll ist für mich die Verbindung von Faszientherapie und Traditioneller Chinesischer Medizin. Beide Ansätze betrachten den Körper nicht isoliert, sondern versuchen, Zusammenhänge zwischen verschiedenen Strukturen und Körperregionen zu verstehen.
Während die Faszientherapie gezielt auf Gewebe, Spannungsmuster und Beweglichkeit einwirkt, bietet die TCM mit ihrer ganzheitlichen Diagnostik und Behandlung eine ergänzende Perspektive auf den Menschen.
Je nach Befund können FDM, manuelle Faszientechniken, Akupunktur, Tuina oder weitere TCM-Methoden miteinander kombiniert werden.
FOI – Funktionelle Orthonomie und Integration
Basiskurs 1 & 2
Den Körper als Ganzes verstehen
Die Funktionelle Orthonome und Integration (FOI) betrachtet den Körper als zusammenhängendes System. Eine Veränderung oder Einschränkung in einem Bereich kann sich auf andere Gelenke, Muskeln und Körperregionen auswirken.
Der Körper versucht, solche Einschränkungen häufig durch Kompensation auszugleichen. Dadurch können Beschwerden entstehen, die nicht unbedingt dort auftreten, wo die ursprüngliche Ursache oder das zugrunde liegende Bewegungsmuster liegt.
Die FOI setzt genau an diesen Zusammenhängen an. Durch eine gezielte Untersuchung werden Bewegungs- und Kompensationsmuster erkannt und funktionelle Zusammenhänge des Körpers betrachtet. Mit sanften, gezielten manuellen Impulsen wird der Körper dabei unterstützt, seine natürliche Bewegungskoordination und Funktion wiederzufinden.
Ganzheitlich und individuell
Im Mittelpunkt steht nicht nur die schmerzende Stelle, sondern der Mensch in seiner Gesamtheit. Dabei wird untersucht, wie einzelne Körperbereiche miteinander interagieren und welche Zusammenhänge zu den bestehenden Beschwerden bestehen können.
Die FOI lässt sich besonders gut mit meiner TCM-Behandlung verbinden. Je nach Befund können die manuellen Techniken gezielt mit Akupunktur, Tuina, Faszientherapie oder weiteren TCM-Methoden kombiniert werden.
So entsteht eine individuell abgestimmte Behandlung, die strukturelle, funktionelle und energetische Aspekte miteinander verbindet.
Nicht nur dort behandeln, wo es schmerzt – sondern verstehen, warum der Körper aus dem Gleichgewicht geraten ist.